Premier League - England
Everton vs Sunderland : Ein Duell der leeren Blicke und vollen Abwehrreihen
17.05.2026 16:00 (GMT+02:00)
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Everton gegen Sunderland: Ein Duell der leeren Blicke und vollen Abwehrreihen
Goodison Park, Sonntagnachmittag, 16 Uhr. Zwei Teams, die wissen, wie man Gegner ärgert, aber nicht unbedingt, wie man sie bezwingt. Everton und Sunderland treffen in einem Premier-League-Spiel aufeinander, das weniger nach Feuerwerk als nach Geduldsspiel klingt. Die Zahlen sprechen eine klare Sprache: Beide Mannschaften haben in den letzten Wochen Tore seltener gesehen als eine ausgeglichene Bilanz.
Wenn die Null häufiger fällt als der Ball ins Tor
Auf den ersten Blick wirkt diese Begegnung wie ein Spiegelkampf. Everton hat in den letzten fünf Spielen genau null Tore erzielt – und null Gegentore kassiert. Die Serie von 0:0, 0:0, 0:0, 0:0 und 0:0 liest sich wie ein Running Gag, ist aber bitterer Ernst für eine Mannschaft, die unter David Moyes eigentlich mehr Durchschlagskraft zeigen müsste. Sunderland hingegen hat immerhin zwei Siege in den letzten fünf Partien eingefahren, aber auch dort fielen die Tore spärlich: 0:0 gegen Newcastle, 0:0 gegen Tottenham, 0:0 gegen Aston Villa. Die Offensivabteilungen beider Teams scheinen im Winterschlaf zu stecken – und das im Mai.
Dennoch: Der leichte Vorteil liegt bei Everton. Das Heimspiel, die größere Erfahrung im Kader, die statistisch etwas höhere Angriffsbewertung (31 zu 27) und die Tatsache, dass Sunderland auswärts im Schnitt nur 0,7 Tore pro Spiel erzielt, während die Toffees zu Hause immerhin 1,3 Treffer pro Partie verbuchen. Die Cotes spiegeln diese leichte Tendenz wider, auch wenn sie nicht explizit genannt werden müssen: Everton geht als Favorit in diese Partie, aber der Abstand ist schmal.
Warum Sunderland nicht nur auf Schadensbegrenzung hofft
Doch wer Sunderland nur als harmlosen Auswärtsfahrer abtut, unterschätzt die Entwicklung unter Regis Le Bris. Die Black Cats haben in dieser Saison gezeigt, dass sie diszipliniert und kontrolliert auftreten können – genau die Eigenschaften, die Everton ebenfalls auszeichnen. Mit einer Ballbesitzquote von 44,6 Prozent und einer Passgenauigkeit von 78 Prozent liegen sie fast auf Augenhöhe mit den Gastgebern (43,9 Prozent, 79,3 Prozent). Das sind keine Zahlen, die auf ein Überrollen hindeuten, aber auch nicht auf eine einseitige Angelegenheit.
Das Hinspiel im November 2025 endete 1:1, und damals war Sunderland mit 61 Prozent Ballbesitz die aktivere Mannschaft. Everton kam trotzdem zu einem Unentschieden, das den Spielverlauf widerspiegelte: zwei Tore, zwei unterschiedliche Halbzeiten, am Ende ein gerechtes Remis. Dieses Mal könnte die Dynamik ähnlich sein, vor allem, weil Sunderland auswärts defensiv stabiler wirkt, als es die 1,4 Gegentore pro Spiel vermuten lassen. Die letzten Auswärtsauftritte waren von Kompaktheit geprägt, auch wenn die Ergebnisse nicht immer stimmten.
Zudem: Beide Teams haben eine ähnliche Anzahl an späten Toren erzielt – Everton 15 in der Schlussviertelstunde, Sunderland 12. Das deutet darauf hin, dass keines der beiden Teams aufgibt, aber auch, dass die Spiele oft bis zum Ende offen bleiben. Ein frühes Tor könnte das Spiel öffnen, aber die Wahrscheinlichkeit spricht eher für eine lange Nullnummer.
Die erwarteten Gesichter und die Lücken im Kader
David Moyes wird voraussichtlich auf eine Formation setzen, die Stabilität über Kreativität stellt. Die Abwehrreihe um James Tarkowski und Jarrad Branthwaite hat in den letzten Spielen überzeugt, auch wenn die Gegner nicht zu den offensivsten der Liga gehörten. Im Mittelfeld dürfte Idrissa Gueye die Schaltzentrale sein, während vorne die Frage bleibt, wer die wenigen Chancen verwerten soll. Dominic Calvert-Lewin ist gesetzt, aber seine Torquote ist in dieser Saison überschaubar. Die Hoffnung ruht auf Iliman Ndiaye, der im Hinspiel traf und für Unruhe sorgen kann.
Auf Seiten Sunderlands wird Regis Le Bris vermutlich auf eine ähnliche Taktik setzen: kompakt stehen, wenig Risiko gehen, auf Standardsituationen hoffen. Die Black Cats haben in dieser Saison 33,3 Prozent ihrer Tore in der Schlussphase erzielt – ein Muster, das auf Geduld und Ausdauer hindeutet. Spieler wie Jack Clarke oder Patrick Roberts könnten die Außenbahnen bespielen, aber die entscheidende Frage ist, ob sie gegen die kompakte Everton-Defensive durchkommen.
Verletzungen oder Sperren sind aus den verfügbaren Daten nicht ersichtlich, aber die Tendenz beider Trainer, auf bewährte Kräfte zu setzen, spricht für eine ähnliche Startelf wie in den letzten Partien. Die Bank könnte bei beiden Teams die entscheidende Rolle spielen, denn in einem Spiel, das sich über weite Strecken im Mittelfeld abspielt, sind frische Kräfte oft der Schlüssel.
Die Schlüsselduelle: Wo das Spiel entschieden wird
Das zentrale Duell wird im Mittelfeld stattfinden. Everton kontrolliert das Spiel mit einer Ballbesitzquote von knapp 44 Prozent, Sunderland liegt bei 44,6 Prozent. Das sind keine Zahlen, die auf Dominanz hindeuten, sondern auf ein ausgeglichenes Kräftemessen. Die Frage ist, wer die zweiten Bälle gewinnt und wer die Lücken findet, die sich in einem solchen Spiel nur selten auftun.
Ein weiterer Faktor ist die Effizienz. Beide Teams haben eine ähnliche Schussgenauigkeit (33,2 Prozent bei Everton, 33,5 Prozent bei Sunderland), aber die Toffees kommen auf 11 Torschüsse pro Spiel, die Black Cats auf 10,1. Der Unterschied ist minimal, aber in einem Spiel, in dem es auf die wenigen Chancen ankommt, könnte er entscheidend sein.
Defensiv sind beide Teams ähnlich aufgestellt. Everton hat in 34 Spielen 11 Mal die Null gehalten, Sunderland in 35 Spielen ebenfalls 11 Mal. Die Abwehrreihen sind diszipliniert, aber nicht überragend. Die Schwachstelle liegt eher in der Offensive: Beide Teams haben eine Angriffsbewertung von unter 35 von 100 Punkten, was auf eine strukturelle Schwäche hindeutet. Die Trainer setzen auf Kontrolle statt Risiko, was zu vielen torlosen oder torarmen Spielen führt.
Die Taktiktafel: Zwei Systeme, ein Muster
Taktisch ähneln sich die beiden Mannschaften mehr, als es auf den ersten Blick scheint. Everton spielt unter Moyes oft mit einer flachen Viererkette und einem Doppelsechser, der die Defensive absichert. Sunderland bevorzugt ebenfalls eine kompakte Grundordnung, die wenig Räume bietet. Beide Teams setzen auf schnelle Umschaltmomente, aber die fehlende Präzision im letzten Drittel führt dazu, dass diese selten in Tore münden.
Die xG-Werte sind fast identisch: Everton hat einen xG von 1,02, Sunderland von 1,04. Das bedeutet, dass beide Teams im Schnitt etwa ein Tor pro Spiel erwarten können – und dass sie diese Erwartung auch erfüllen. Die Defensivarbeit ist solide, aber nicht außergewöhnlich. Die Schwäche liegt in der Kreativität: Beide Teams haben eine Pression-Bewertung von unter 25 von 100 Punkten, was darauf hindeutet, dass sie den Gegner nicht früh stören und ihm Zeit lassen, sich zu organisieren.
Ein möglicher Hebel für Everton ist die Heimstärke. Mit 1,3 Toren pro Spiel zu Hause und 1,2 Gegentoren sind die Toffees ausgeglichener als auswärts. Sunderland hingegen erzielt auswärts nur 0,7 Tore pro Spiel und kassiert 1,4. Das spricht für eine leichte Überlegenheit der Gastgeber, aber die Formkurve beider Teams ist zu flach, um einen klaren Vorteil zu sehen.
Was die Zahlen verraten – und was sie verschweigen
Die Cotes deuten auf ein Spiel mit wenigen Toren hin, aber das ist keine Überraschung. Beide Teams haben in den letzten fünf Spielen insgesamt null Tore erzielt – das ist eine Statistik, die für sich spricht. Die Buchmacher sehen Everton leicht vorne, aber der Abstand ist so gering, dass ein Unentschieden oder ein knapper Sieg für Sunderland nicht überraschen würde.
Die Formkurve beider Teams ist schwer zu interpretieren, weil die Ergebnisse oft torlos waren. Everton hat in den letzten fünf Spielen nur einen Punkt geholt (0:0 gegen Arsenal), Sunderland hingegen vier (zwei Siege, ein Unentschieden, zwei Niederlagen). Aber diese Siege waren ebenfalls torlos – ein Paradoxon, das zeigt, wie wenig die Ergebnisse über die tatsächliche Leistung aussagen.
Die xG-Werte und die Schussstatistiken deuten darauf hin, dass beide Teams ähnlich stark sind, aber die Heimstärke von Everton und die Auswärtsschwäche von Sunderland könnten den Unterschied ausmachen. Dennoch: In einem Spiel, das von Defensivarbeit und Disziplin geprägt ist, kann alles passieren.
Ein Spiel, das nach mehr schreit – aber weniger liefert
Am Ende bleibt das Gefühl, dass dieses Spiel mehr durch Abwesenheit als durch Anwesenheit geprägt sein wird. Beide Teams haben ihre Stärken in der Defensive, aber die Offensive ist ein gemeinsames Sorgenkind. Everton hat zu Hause einen leichten Vorteil, aber Sunderland hat im Hinspiel gezeigt, dass sie mithalten können. Die Wahrscheinlichkeit spricht für ein torarmes Spiel, vielleicht ein 0:0 oder 1:0, aber die Möglichkeit eines Überraschungstreffers ist immer gegeben.
Die entscheidende Frage ist, wer die Geduld aufbringt, die wenigen Chancen zu nutzen. Everton hat mit 15 späten Toren in dieser Saison gezeigt, dass sie bis zum Ende kämpfen können. Sunderland hat ebenfalls 12 Tore in der Schlussphase erzielt. Das spricht für ein offenes Finale, aber auch für eine lange Phase der Stagnation.
Für den neutralen Zuschauer ist dieses Spiel vielleicht nicht das spektakulärste, aber für die Fans beider Teams geht es um wichtige Punkte. Everton will den Abstand zu den unteren Tabellenregionen vergrößern, Sunderland braucht jeden Zähler, um nicht in den Abstiegskampf zu geraten. Die Spannung liegt im Detail – und in der Hoffnung, dass einer der beiden Angriffe endlich den Knoten platzen lässt.
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Everton vs Sunderland findet in Premier League - England statt. Anpfiff ist am 17.05.2026 16:00. Diese Seite bündelt Live-Bereich, Aufstellungen, wichtige Statistiken und den Matchkontext. Wichtige 1X2-Quoten: 1 1.89 · X 3.95 · 2 4.8.
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FAQ zum Spiel
Wann wird Everton vs Sunderland angepfiffen?
Der Anstoß ist für 17.05.2026 16:00 geplant.
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